Verlässliche Studienergebnisse?
Wir setzen auf Qualität.

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Die SCTO ist eine eigenständige Organisation und basiert auf einer Initiative des Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften.

Seit 2017 ist die SCTO eine vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation sowie vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsinfrastruktur von nationaler Bedeutung.

Swiss Clinical Trials Empirical Assessment & Methods (STEAM)

Leitung STEAM-Arbeitsgruppe

Prof. Matthias Briel, Departement Klinische Forschung der Universität Basel

Wirksamere und nachhaltigere klinische Forschung dank «Research on Research»

Ist die Grundlage der Forschung dürftig, fallen die Studie und ihre Ergebnisse gleichermassen dürftig aus. Denn das Design, die Durchführung und die Analyse einer Studie wie auch das anschliessende Reporting stützen sich in einem solchen Fall auf eine unzureichende Evidenzbasis. Bei lediglich der Hälfte aller Studien wird die vorgesehene Anzahl von Teilnehmenden rekrutiert. Hinzu kommt, dass häufig während der Studie mehr als 20 % der Teilnehmenden abspringen. Solche Verluste schmälern die statistische Aussagekraft und Gültigkeit der Ergebnisse beträchtlich.

Dass bestimmte Studienergebnisse im Anschluss nie formell veröffentlicht oder der Öffentlichkeit in irgendeiner Weise zugänglich gemacht werden, zeugt von gravierenden Ineffizienzen. Folglich ist die Evidenzbasis, auf der die Gesundheitsversorgung und politische Entscheidungen getroffen werden, häufig schwach und dient nicht unbedingt dem Wohl der Patienten, die die bestmögliche Versorgung benötigen und verdienen.

Worum geht es bei «Research on Research»?

Research on Research» (RoR) hat das Potenzial, diese Missstände zu beheben. Indem wir einen Schritt zurückzutreten, können wir die in der klinischen Forschung typischen Probleme identifizieren, beleuchten und beobachten, um dann mit geeigneten Lösungen und Verbesserungen diese Probleme anzugehen. Die Ergebnisse, die aus einer Investition von Ressourcen in RoR hervorgehen, können wirksam und nachhaltig sein: eine Verbesserung der Kultur, Integrität, Qualität, Transparenz, Relevanz und Effizienz der klinischen Forschung. Eine solche Investition kann letztlich die Forschung kostengünstiger, schlanker, sinnvoller und im Interesse aller besser machen.

Was passiert in der Schweiz?

Mit dem Ziel, Projekte schweizweit zu koordinieren und evidenzbasierte Methoden in der klinischen Forschung zu unterstützen, wurde im Juli 2019 in Bern die Arbeitsgruppe STEAM (Swiss Clinical Trials Empirical Assessment & Methods) ins Leben gerufen Die Arbeitsgruppe zählt bisher rund 20 Mitglieder und ist bei der SCTO angesiedelt.

So wirken auch alle sechs CTUs unseres CTU-Netzwerks mit Vertreterinnen und Vertretern in der Arbeitsgruppe mit. Forschende, die in der Schweiz angesiedelt sind sowie Interessengruppen, die RoR-Projekte durchführen oder bei solchen Projekten mitwirken möchten, können ebenfalls eine Mitgliedschaft bei der STEAM-Arbeitsgruppe beantragen.

Startschuss für STEAM-Arbeitsgruppe
Startschuss für STEAM-Arbeitsgruppe